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Italienischer Blinden- und Sehbehindertenverband Onlus Landesgruppe Südtirol

HILFSMITTEL UND SEHHILFEN FÜR BLINDE UND SEHBEHINDERTE



Die Benutzung von Hilfsmitteln ermöglicht oder erleichtert Sehgeschädigten Verrichtungen im täglichen Leben, z.B. bei Schwierigkeiten im Haushalt, in der Körperpflege, beim Lesen, beim Telefonieren, im Erkennen von Geld, in der Freizeitgestaltung, in der Orientierung, beim Erkennen von Stufen, Unebenheiten, Hindernissen usw.


Vergrößerungsapparat für hochgradig Sehbehinderte
Vergrößerungsapparat für hochgradig Sehbehinderte
Einige Hilfsmittel sind:
  • sprechende Uhren, Wecker, Fieberthermometer, Blutdruckmessgeräte, Waagen
  • Telefone und Handys mit großen Tasten und Ziffern bzw. Handys mit einer synthetischen Sprache
  • Vorlesegeräte
  • Sprachausgaben für den PC
  • Lupen oder Vergrößerungsapparate für Zuhause oder tragbar für unterwegs, Vergrößerungssoftware für den PC, Lupenbrillen und Filter für die Brille
  • Weiße Stöcke als Erkennungszeichen, bzw. zur Orientierung und Mobilität
  • Markierungspunkte für den Haushalt
  • Daisyplayer zum Anhören von Hörbüchern oder -zeitschriften.


Hilfsmittelberatung seitens des Blindenzentrums St. Raphael



Im Blindenzentrum St. Raphael ist ein eigener Hilfsmittelraum eingerichtet wo von Fachkräften individuelle Beratungen für die Hilfsmittelauswahl angeboten werden. Bestimmte Hilfsmittel können evtl. auch bei einem Hausbesuch ausprobiert werden.
Terminvereinbarungen unter den Telefonnummern: 0471 442343 oder 0471 442361. Weitere Informationen zur Beratung finden sie auch auf der Internetseite des Blindenzentrums St. Raphael.

Wird ein geeignetes Hilfsmittel gefunden helfen das Blindenzentrum St. Raphael bzw. der Blinden- und Sehbehindertenverband bei der Beschaffung sowie beim evtl. Ansuchen um Finanzierung beim Sanitätsbetrieb.
PC mit Braille-Zeile und Sprachausgabe
PC mit Braille-Zeile und Sprachausgabe
Tastbare Armbanduhr
Tastbare Armbanduhr

Ansuchen um Finanzierung von Hilfsmitteln seitens des Sanitätsbetriebes



Blinde und Sehbehinderte mit einem berichtigten Sehvermögen von höchstens 1/10 oder einem Gesichtsfeld von weniger als 30% können beim Sanitätsbetrieb um die Finanzierung von verschiedenen Hilfsmitteln ansuchen.

Hilfsmittel, die ganz oder teilweise finanziert werden sind:
  • Brillen und Kontaktlinsen, sowie weitere Sehhilfen (können nur bei konventionierten
  • Optikern angefertigt werden; für Minderjährige gelten hierfür Sonderregelungen was den Sehrest betrifft)
  • elektronische Lupen, tragbare und fixe vergrößernde Bildschirmlesegeräte,
  • Vorlesegeräte
  • Vergrößerungssoftware, Texterkennungssoftware, Sprachausgabe sowie Braillezeile für den Computer
  • Blindenschriftdrucker, Brailleschreibmaschine, Schreibtafel und Griffel
  • weiße Blindenstöcke
  • tastbare Armband- und Taschenuhren, Wecker und Thermometer
  • Augenprothesen (können nur bei konventionierten Firmen angefertigt werden)

Für den Antrag an den Sanitätsbetrieb, welcher über den Blinden- und Sehbehindertenverband abgewickelt werden kann, braucht es ein Gesuchsformular, die Verschreibung durch einen Facharzt des Sanitätsbetriebes, einen Kostenvoranschlag und die Kopie des Befundes des Ärztekollegiums (Voraussetzung ist, dass die Sehbehinderung durch die Zivilblinden- bzw. Invalidenkommission anerkannt ist, außer bei Minderjährigen).

Steuerliche Vergünstigungen beim Ankauf von Hilfsmitteln



Für die Anwendung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von 4% muss dem Verkäufer eine Kopie des Befundes der Ärztekommission für Zivilblinde oder Zivilinvaliden, welche die Sehschädigung bescheinigt sowie eine Verschreibung eines Augenarztes des Sanitätsbetriebes, wo dieser bestätigt, dass es einen funktionellen Zusammenhang zwischen der Behinderung und dem zu erwerbenden Gerät gibt, vorgelegt werden. Ersatzweise kann eine entsprechende Selbsterklärung ausgestellt werden.

Um bei der Steuererklärung 19% der Ausgaben für den Ankauf von Hilfsmitteln abschreiben zu können, müssen bei der Abfassung eine Kopie des Befundes der Ärztekommission für Zivilblinde oder Zivilinvaliden, welche die Sehschädigung bescheinigt, eine Verschreibung eines Augenarztes des Sanitätsbetriebes, wo dieser bestätigt, dass es einen funktionellen Zusammenhang zwischen der Behinderung und dem Hilfsmittel gibt, sowie die Rechnung vorgelegt werden.

Beiträge für Hilfsmittel seitens des Blinden- und Sehbehindertenverbandes



Um die Selbstständigkeit und Kommunikation der Sehgeschädigten zu fördern, übernimmt der Verband für die Mitglieder, nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien, beim Ankauf eines weißen Stockes oder eines Daisygerätes einen Teil der Kosten. Weiters können Mitglieder für den Ankauf von anderen kostspieligen Hilfsmitteln bzw. Sehhilfen, die durch die öffentliche Hand nicht vollständig finanziert werden, um die Gewährung eines Beitrages ansuchen.

Dienst Helpexpress - Antworten auf Fragen im Umgang mit blindenspezifischen, elektronischen Hilfsmitteln



Jeden Freitag von 18.00 bis 20.00 Uhr haben Sehgeschädigte die Möglichkeit, sich unter der Grünen Nummer 800682682, von Mitarbeitern unseres Hauptsitzes in Rom über Probleme im Umgang mit dem Computer und vor allem mit speziefischer Software für Blinde und Sehbehinderte wie z.B. Screenreader usw., beraten zu lassen. Außerdem können auf der Homepage www.uiciechi.it/osi/helpexpress/ Informationen über die häufig gestelltesten Fragen zu Problemen gefunden werden.