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Italienischer Blinden- und Sehbehindertenverband Onlus Landesgruppe Südtirol

Nationaler Tag des Blinden und vorweihnachtliche Feier am 21. Dezember

Die Behördenvertreter
Am Sonntag, den 21. Dezember wurde im Blindenzentrum in Bozen der Nationalen Tag des Blinden sowie die traditionelle vorweihnachtliche Feier abgehalten. An der Veranstaltung nahmen ca. 180 Mitglieder und Begleiter teil. Unter den Ehrengästen konnte der Vorsitzende Josef Stockner den Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli, die Stadträtinnen Patrizia Trincanato und Margarete Rottensteiner, den Landtagsabgeordneten Sigmar Stocker, Dr. Herbert Denicolò, Karl Thaler in Vertretung des Dachverbandes der Sozialverbände sowie Gianfranco Vanzetta vom Trentiner Blinden- und Sehbehindertenverband und Dietmar Graff vom Nordtiroler Blinden- und Sehhbehindertenverband begrüßen. Die Heilige Messe wurde vom Blindenseelsorger August Prugger zelebriert. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Bläsergruppe der Musikkapelle Gries. Während der Feier wurde eine Sammlung durchgeführt, deren Erlös dem Ankauf von 10.000 Blindenschrift-Schreibtafeln für die Entwicklungsländer zugute kommt. Diese Initiative wurde vom nationalen Blinden- und Sehbehindertenverband anlässlich des 200. Geburtstages des Erfinders der Blindenschrift Louis Braille (1809 1852), angeregt und wird vom „Club Italiano Braille“ getragen.
Mit dem gemeinsamen Mittagessen sowie mit den besten Wünschen für die bevorstehenden Feiertage und für ein erfolgreiches Jahr 2009 schloss die Feier.
Während der Messe
Musikalische Umrahmung

Ermäßigung für Vollblinde bei der Internetnutzung

Die Aufsichtsbehörde für das Kommunikationswesen hat festgelegt (Beschluss Nr. 514/07/CONS und Nr. 202/08/CONS), dass alle Internetanbieter vollständig blinden Personen oder Familien, in denen ein Blinder lebt, eine kostenlose Internetnutzung von monatlich 90 Stunden gewähren müssen.
Bei Verträgen, bei welchen laut der in Anspruch genommenen Zeit abgerechnet wird, müssen die 90 Stunden monatlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, bei so genannten "Flatrate" Verträgen, bei welchen ein fixer monatlicher Betrag zu entrichten ist, muss die monatliche Grundgebühr für die Internetnutzung um 50% reduziert werden. Der erste, vom Nutzer aufgrund oben genannten Beschlusses angefragte Wechsel des Tarifes muss kostenlos sein.
Um die Vergünstigung in Anspruch nehmen zu können, muss ein Gesuch an die Telefongesellschaft gerichtet werden, mit Nachweis der Blindheit und eventuellem Familienbogen. Bislang können Sehbehinderte leider nicht in den Genuss der Vergünstigung kommen, der nationale Blinden- und Sehbehindertenverband ist aber bemüht dies zu ändern.

Herbstversammlung am 24. Oktober 2008

Der neue Kleinbus
Der neue Kleinbus
Während der Versammlung
Während der Versammlung
Mobilität ist alles, auch für blinde und sehbehinderte Menschen. Um so größer ist die Freude darüber, dass ein neuer Kleinbus angeschafft werden konnte, der zum Großteil mit Beiträgen seitens der Abteilung Sozialwesen des Landes Südtirol sowie seitens der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziert werden konnte. Am Freitag, 24.10.2008 im Rahmen der Herbstversammlung der Mitglieder und in Anwesenheit der Direktorin des Landesamtes für Menschen mit Behinderung, Luciana Fiocca, der Vertreterin des Verwaltungsrates der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Letizia Ragaglia sowie des Filialleiters der Südtiroler Sparkasse, Edmund Morandell, fand die Übergabe des neuen Fahrzeuges statt.

Bei der Herbstversammlung, deren Arbeiten der Übergabe des Kleinbusses folgten, wurden das Tätigkeitsprogramm für das Jahr 2009 sowie der entsprechende Haushaltsvoranschlag den anwesenden Mitgliedern zur Genehmigung vorgelegt. Die Versammlungen werden auch immer genutzt für die Kontaktpflege zwischen Funktionären und Mitgliedern.

Neue Vergünstigung für Mitglieder

Ab sofort erhalten die Mitglieder des Verbandes die einen gültigen Mitgliedsausweis vorweisen, bei Optik Leitner in Bozen und Leifers, einen Preisnachlass von 15% für den Ankauf von optikschen Behelfen. Die Vergünstigung ist nicht mit anderen Initiativen oder Rabatten kumulierbar. Weitere Vergünstigungen finden Sie unter dem Menüpunkt Vergünstigungen für Mitglieder.

Südtiroler Hauskalender 2009

Südtiroler Hauskalender 2009
Auch in diesem Herbst wird der Südtiroler Hauskalender zu Gunsten des Blinden- und Sehbehindertenverbandes verteilt. Für diese Aktion suchen wir Mitarbeiter in verschiedenen Zonen unseres Landes, und zwar im Unterland und Überetsch, im Wipptal und Passeier sowie im unteren Vinschgau. Für das Verteilen ist eine gute Provision vorgesehen. Interessierte können sich umgehend im Büro melden. Wir bitten, auch bei Verwandten und Bekannten dieses Angebot weiterzusagen, danke! Der Südtiroler Hauskalender 2009 ist auch in unserem Verbandsbüro erhältlich.

Hilfsmittelausstellungen in den Bezirken

Im November organisiert das Blindenzentrum „St. Raphael" in Zusammenarbeit mit unserem Verband Hilfsmittelausstellungen in den Bezirken. Neben der Vorstellung verschiedenster Hilfsmittel für das tägliche Leben, wie z.B. sprechende und tastbare Uhren, Seniorenhandy, Handy mit Sprachausgabe, sprechendes Blutdruckmessgerät; vergrößernder Sehhilfen; elektronischer Hilfsmittel usw. wird jeweils ein Vertreter unseres Verbandes für Beratung in sozialrechtlichen Fragen, Ansuchen um Blindenrenten, Finanzierung von Hilfsmitteln usw. anwesend sein. Hier die einzelnen Termine (Öffnungszeit jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr):
  • 11.11.2008 Bruneck, Rathausplatz 8 - Alte Turnhalle
  • 13.11.2008 Prad, Kreuzweg 4/c - „Aquaprad“
  • 17.11.2008 Brixen, Hofgasse 2 - KVW Kursraum
  • 19.11.2008 Meran, Goethestr. 15 - Kapuzinerstiftung Liebeswerk, Parterre im Relax- Foyer
  • 21. und 22.11.2008 Bozen, Schießstandweg 36 - Blindenzentrum „St.Raphael“

Langlaufwoche der Blinden- und Sehbehinderten-Amateursportgruppe

Die Blinden- und Sehbehindertensportgruppe organisiert vom 11. bis zum 18.01.2009 in St.Martin in Gsies eine Langlaufwoche, welche auch für Spaziergänger, Rodler usw. offen ist. Die Teilnehmer müssen selbständig sein; für Begleiter zum Langlaufen oder Spazierengehen in kleinen Gruppen wird gesorgt. Nähere Informationen und Anmeldungen im Verbandsbüro.

Ausflug der Mitglieder 2008

In der Innenstadt
Am 27.09.2008 fand der traditionellen Ausflug der Mitglieder statt, welcher dieses Jahr ins Wipptal führte. Rund 60 Personen aus den verschiedenen Landesteilen – Blinde und Sehbehinderte sowie deren Begleiter – nahmen daran teil. Am Vormittag stand eine Führung durch die Fuggerstadt Sterzing auf dem Programm. Vom Zwölferturm, dem Wahrzeichen Sterzings, ging es in die Heilig-Geist-Kirche mit den spätgotischen Fresken; dann weiter durch die Neustadt, vorbei an den schönen Bürgerhäusern mit zahlreichen Erkern bis zum Rathaus. Im historischen Ratssaal erfuhr die Gruppe viel Geschichtliches und Aktuelles von Sterzing und Umgebung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte die Fahrt weiter zum beliebten Wallfahrtsort Maria Trens wo die Zeit mit einem Besuch in der neugotischen Wallfahrtskirche, einem Spaziergang durch das in Grün gebettete Dorf oder zur Einkehr genutzt wurde. Nach einem Tag mit viel Möglichkeit zur Begegnung zwischen Gleichbetroffenen, zum Austausch oder einfach zur unbeschwerten Unterhaltung kehrten die Teilnehmer am späteren Nachmittag in ihre jeweiligen Heimatdörfer zurück.

Das Gnadenbild von Maria Trens
Während der Stadtführung
Der Zwölferturm

Blindpub: Forum für Sehgeschädigte

Die Jugendgruppe der Sektion Verona des italienischen Blinden - und Sehbehindertenverbandes hat ein Forum eingerichtet, um den sehgeschädigten Personen die Möglichkeit zu bieten, sich über jegliche Argumente auszutauschen, wie z.B. Musik, Informatik, Hilfsmittel, Bücher und Spiele. Hier der Link zum Forum: www.blindpub.com

Bergwanderwoche in Lüsen - Eindrücke einer Teilnehmerin

Unterwegs
Würzjoch und Peitlerkofel waren mir ein Begriff, ansonsten wusste ich wenig über die sieben Fraktionen umfassende Gemeinde Lüsen.
Der Blinden und Sehbehindertenverband organisierte vom 7. bis 13. September 2008 eine Bergwoche in Lüsen und brachte so den 27 Teilnehmern dieses Stückchen Heimat näher. Schon den ganzen Sommer über erkundete eine Gruppe mit unseren Wanderführer Hermann Taferner geeignete Wanderziele. Auch für unsere gemütlichen Wanderer wurde eine passende Route eingeplant.
Die Pension Kompatscher in der Fraktion Flitt verwöhnte uns mit guter Küche und war für uns ein idealer Ausgangspunkt. Mit unseren Begleitern wanderten wir auf die Lüsner Almen, welche landschaftlich ein liebliches Bild bieten. Zirbenkiefern, teppichartiger Wiesenboden, mitunter feuchte, ja auch sumpfige Böden und Kuhglockengebimmel begleiteten uns vorbei an gepflegten Almhütten zu vielen herrlichen Aussichts- punkten wie das Glitter Joch, die Glittner Seen mit zwei stolzen Schwänen, das Onacher Kreuz und das Hörschwanger Kreuz, um nur einige davon zu nennen.
Der Wettergott war uns hold gesinnt. Bevor er es sich anders überlegen sollte, nahmen wir den Maurer Berg in Angriff. 900 Höhenmeter waren an diesem Tag zu bewältigen. Meine Begleitung gab sich besondere Mühe mir die Schönheit dieses Berges zu erklären, mich verschiedene Pflanzen betasten zu lassen und als Stärkung schob sie mir ab und zu, zwar noch nicht ganz reife, aber reichlich vorhandene Preiselbeeren zu. Am Gipfel war es wieder Hermann der uns den 360-Grad-Rundblick mit den verschiedenen Dörfern, Bergen, Tälern, und Gebirgszügen ermöglichte. Aus dem nahe gelegenen Gadertal begegneten wir nicht nur Almbewirtschaftern sondern auch ladinischen Hof- und Flurbezeichnungen.
Dass es die feuchte Witterung war, die uns heuer so viel Pilze bescherte, bin ich mir sicher; ich fragte mich aber, wieso es auf diesen Almen so viele Ameisenhügel gibt. Auf sanften Weideböden erwanderten wir Richtung Rodenecker Alm das Astjoch, ein herrlicher Aussichtspunkt Richtung Pustertal; Unser Wanderführer bemühte sich, mir den geologischen Aufbau anschaulich zu vermitteln. Auf der Kreuzwiese, die wohl für Jedermann erreichbar ist, genossen einige ein Sonnenbad im Liegestuhl.
Ein Begriff von Größe war in früheren Zeiten der Moarhof in Lüsen. Seine Ausmaße wurden so beschrieben: Fuhr der Bauer mit seiner Kuh ans hintere Ende des Stalles zum Stier, kalbte diese als er ihren Standplatz am vorderen Ende wieder erreichte. Eine andere Anekdote erzählt, dass auf diesem Bauernhof so viel Gesinde am Mittagstisch versammelt war, dass ein Knecht von der Mitte des Tisches mit der Heugabel die Krapfen verteilen mußte. Weiters sagt man, dass auf der Alm des Hofes eine Butterknolle entwischt sei, talwärts eine Schneise in den Wald geschlagen habe und erst im Tal in einem tiefen Loch Halt gemacht habe.
Die ca. 1500 Einwohner umfassende Gemeinde ist besonders stolz Heimatort des Bischofs Joseph Gargitter zu sein.
Ein natürlicher Badesee ist seit einigen Jahren die Attraktion des Dorfes
Ich danke jedem Einzelnen, der zur Buntheit dieser Tage beigetragen hat. Lebendige Bilder trage ich in mir und möchte hiermit noch auf den Spruch in der Pfarrkirche am Seitenaltar hinweisen: „Glaube an Gott wie der Blinde an die Sonne, der sie nicht sieht, aber doch spürt.“
Annamaria Innerhofer – Teilnehmerin
Der wunderbare Blick auf die Berge
Ein Gruppenfoto


Wir suchen Mitarbeiter für den freiwilligen Zivildienst als Begleiter

Logo Freiwilliger Zivildienst
Wir suchen Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren die Lust haben als freiwillige Zivildienstleistende drei blinde Mitglieder unseres Verbandes bei seinen alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen (zu ärztlichen Visiten und Ämtern begleiten, Post bzw. Zeitung vorlesen,…).

Der Dienst sieht 30 Wochenstunden vor, welche gerne zusammen mit dem Freiwilligen eingeteilt werden. Als Entlohnung sind monatlich 433,80 €, sowie evtl. eine Zweisprachigkeitszulage, vorgesehen. Die zwölf Monate während denen der Freiwillige Zivildienst abgewickelt wird, werden für die allgemeine Pflichtversicherung für Invalidität und Alter berücksichtigt.

Wenn Du interessiert bist oder weitere Informationen benötigst, dann ruf uns innerhalb den 06.10.2008 unter der Tel. Nr. 0471 971117 an!!!

Weitere Informationen findest Du auch unter der Seite "Freiwilliger Zivildienst".


Tandemausflug in den Vinschgau

Am 30.08. unternahm die Blinden- und Sehbehinderten-Amateursportgruppe Bozen ihren Tandemtagesausflug, diesmal in den Vinschgau. Früh morgens bestiegen die 8 sehgeschädigten Radler mit ihrem jeweiligen sehenden Piloten in Bozen die Vinschgerbahn und fuhren nach Mals. Von dort ging es am Vormittag auf den Drahteseln immer den Radweg entlang, durch Wälder und Dörfer, vorbei an Wiesen und Obstanlagen bis nach Forst. Nach einer Stärkung im Brauereigarten führte die Fahrt nachmittags dem Etschtal entlang, wobei die Hitze eines wunderschönen Altweibersommertages die Teilnehmer noch recht ins Schwitzen brachte. Glücklich und stolz, die 90 km bewältigt zu haben, erreichte die Gruppe Bozen und freute sich über einen schönen Tag im Zeichen des Sportes und der Freundschaft. Der Ausflug war Höhepunkt der diesjährigen Tandemsaison während welcher regelmäßig, einmal wöchentlich Tandemtouren in die Umgebung von Bozen unternommen wurden sowie die Teilnahme am Radkriterium des Behindertensportreferats des VSS Anfang Juli in Niederdorf auf dem Programm stand.

Ilaria, eine Teilnehmerin
Mit dem Tandem unterwegs
Die Gruppe

Vorbeugung der Blindheit

Wir weisen darauf hin, dass unter den Hauptmenüpunkten eine neue Seite zum Thema Vorbeugung der Blindheit eingerichtet wurde. Link zur Seite.
Blume

2. September - Schloss Trauttmansdorff: Freier Eintritt für Menschen mit Behinderung

Am 2. September 2008 können Menschen mit Behinderung von 9.00 bis 21.00 Uhr (letzter Einlass 20.00 Uhr) kostenfrei die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran und das Touriseum im Gelände besuchen. Hierfür stellt der Verband den Betreuten einen Ausweis aus. Anderenfalls muss beim Eintritt eine amtliche Bestätigung der Behinderung vorgezeigt werden. Rufen Sie uns unter der Nummer 0471 971117 an damit wir Ihnen den vorgesehenen Ausweis vorbereiten können.

Besondere Bedingungen für Mitglieder des Verbandes

Unter dem Menüpunkt - Vergünstigungen für Mitglieder - wurden einige Geschäfte, Ärzte bzw. Dienstleister angefügt bei welchen die Mitglieder durch Vorweisen des ordnungsgemäß erneuerten Ausweises besondere Preisbedingungen in Anspruch nehmen können. Nachfolgend die Liste zum Download.

Meeraufenthalt der Mitglieder vom 16. bis 28. Juni 2008 in Tirrenia

Der Privatstrand des Zentrums
Der Privatstrand des Zentrums
Vom 16. bis 28.06.2008 fand in Tirrenia, Provinz Pisa, im blindengerecht ausgestatteten Ferienzentrum des nationalen Blinden- und Sehbehindertenverbandes der Meeraufenthalt unserer Landesgruppe statt.
Insgesamt 40 Personen im Alter zwischen 7 und 92 Jahren (Mitglieder, Begleiter und Angehörige) nahmen am Badeurlaub teil, tankten Sonne, genossen das Schwimmen im Meer, machten lange Spaziergänge am Strand und ließen sich im Ferienzentrum verwöhnen. Die Abende waren ausgefüllt mit Streifzügen durch die Straßen um das Ferienzentrum, Bummeln im Dorf Tirrenia, mit einem Tanzabend, Gesellschaftsspielen und mit einer abendlichen Modenschau am Strand, selbständig organisiert von den teilnehmenden Kindern.
Zusammensitzen im Garten
Zusammensitzen im Garten
Die Gemeinschaft in der Gruppe war geprägt von Eigeninitiative und vor allem von gegenseitiger Hilfestellung, die zusätzlich zur Unterstützung durch die „offiziellen“ Begleitpersonen geleistet worden ist: So konnte man immer wieder beobachten wie Teilnehmer, die über ein geringes Sehvermögen verfügen, dieses Vollblinden zur Verfügung stellten und diese über kurze Strecken begleiteten, ältere Teilnehmer, die sich auf die Kraft und Standfestigkeit der jüngeren verließen und sich auf deren Arm stützten, auch wenn diese ihrerseits blind waren, Kinder, die sich als Begleiter nützlich machten usw. Auf diese Weise verlief der Urlaub in großer Harmonie und wurde für alle Teilnehmer zu einer willkommenen und erholsamen Abwechslung zum Alltag zu Hause.

Abendliche Modeschau
Abendliche Modeschau
Besuch des "Lunaparks"
Besuch des "Lunaparks"
Schwimmen im Meer
Schwimmen im Meer

5 Promille der Einkommensteuer zur Unterstützung der Blinden und Sehbehinderten Südtirols - Steuernummer: 80015390216

5 Promille
Auch in diesem Jahr hat der Steuerzahler die Möglichkeit, ohne zusätzliche Ausgaben eine Quote von 5 Promille der Einkommenssteuer der Landesgruppe Südtirol des Italienischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes ONLUS zuzuweisen, indem er beim Abfassen der Steuererklärung (Modell 730/2008 oder UNICO 2008 PF) die Steuernummer des Verbandes angibt: 80015390216. Diejenigen, die keine Steuererklärung abfassen müssen, brauchen hingegen nur auf dem Formular, das der Bescheinigung CUD 2007 beigelegt ist, die Steuernummer anzuführen, zu unterschreiben, und das Formular beim Postamt, bei der eigenen Bank oder in unserem Büro in der Garibaldistr. 6 in Bozen abzugeben. Wir ersuchen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen sowie diese Information auch allen Angehörigen und Bekannten weiterzugeben. Für den Verband ist diese neue Finanzierungsmöglichkeit eine große Hilfe, da ja die Beiträge der öffentlichen Hand und von Privaten immer geringer werden während die laufenden Ausgaben ständig steigen.

Kampagne zur Vorbeugung von Blindheit

Die Italienische Sektion der Internationalen Agentur für die Vorbeugung von Blindheit hat ihre Internetseite www.iapb.it erneuert und erweitert. Wer an einer kostenlosen augenärztlichen Auskunft interessiert ist, kann die grüne Nummer 800-068506 anrufen, welche an Werktagen von 10 Uhr bis 13 Uhr aktiv ist.

Jahreshauptversammlung der Mitglieder am 12. April

Die Vizepräsidentin gratuliert Josef Stockner für seine 40jährige Tätigkeit
Die Vizepräsidentin gratuliert Josef Stockner für seine 40jährige Tätigkeit
Am Samstag, den 12. April 2008 fand in Bozen die Jahreshauptversammlung der Mitglieder statt.
Der Vorsitzende Stockner konnte neben den Mitgliedern und Begleitern verschiedene Behördenvertreter begrüßen, und zwar den Senator Oskar Peterlini, Landesrat Luigi Cigolla, Karl Thaler als Vertreter des Dachverbandes der Sozialverbände Südtirols sowie Dietmar Graff als Vertreter des Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes.
Zunächst wurde Josef Stockner vom Vorstand und den Mitgliedern zu seinem 40jährigen Jubiläum als Vorsitzender des Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes gratuliert und für seinen oft mühevollen aber stets unermüdlichen Einsatz gedankt.
Daraufhin legte der Vorstand den anwesenden Mitgliedern den Tätigkeits- und Finanzbericht, die Jahresabschlussrechnung für das Jahr 2007 sowie die Änderungen des Haushaltsvoranschlages für das Jahr 2008 zur Genehmigung vor.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch das gemeinsame Mittagessen.


Film „Rosso come il cielo“ bei den Bozner Filmtagen

Im Rahmen der 22. Bozner Filmtage wird im Filmclub in Bozen, Dr.-Streiter-Gasse 8/D, der preisgekrönte Film „Rosso come il cielo“ von Cristiano Bortone (in italienischer Sprache) aufgeführt.
Es handelt sich um ein bedeutendes Werk, welches die Sensibilisierung für die Anliegen der Sehgeschädigten fördert.
Der Film erzählt die wahre Geschichte des blinden Mirco Mencacci, der zu einen der bekanntesten Tontechniker des italienischen Kinos geworden ist.
Die Termine für die Aufführungen: 17.04.2008 und 19.04.2008 jeweils um 15.00 Uhr im Club 3.


Weitere Informationen finden Sie unter www.filmclub.it

21. Februar: Gesamtstaatlicher Tag der Brailleschrift

Das Braille Alphabet
Am 21. Februar wird der I. Gesamtsaatliche Tag der Braillschrift begangen welcher mit Gesetz Nr. 126/2007 eingeführt worden ist. Unter Brailleschrift versteht man die Blindenschrift, welche 1829 vom blinden Franzosen Louis Braille (1809-1852) entwickelt worden und heute weltweit verbreitet ist. Dieser Tag soll Anlass sein, auf diese Schrift aufmerksam zu machen und deren Wichtigkeit zu unterstreichen. Schreiben und lesen zu können ist für jeden Menschen, also auch für Blinde, Voraussetzung für den Zugang zu Bildung und Kultur sowie zu Information und für die Integration in die Gesellschaft.

Die Brailleschrift

Die Brailleschrift wird aus erhabenen, tastbaren Punkten geformt. Ein Zeichen besteht aus maximal 6 Punkten, die wie die Sechs auf einem Würfel angeordnet sind. Die einzelnen Punkte werden numeriert: oben links = Punkt 1, Mitte links = Punkt 2, unten links = Punkt 3, oben rechts = Punkt 4, Mitte rechts = Punkt 5, unten rechts =Punkt 6. Aus den verschiedenen Kombinationen der Punkte ergeben sich die einzelnen Buchstaben: Punkt 1 = A, Punkte 1 und 2 = B, Punkte 2, 3, 4 und 5 = T, Punkte 2, 4, 5 und 6 = W usw.

Schreiben mit Tafel und Griffel
Beim Schreiben der Brailleschrift werden die Punkte in eigenes, ziemlich starkes Papier gestanzt. Dies geschieht entweder mit Hilfe eines sogenannten Griffels, der mit einer Metallspitze versehen ist und mit einer Blindenschrifttafel, die als Raster die Schriftgröße sowie die Abstände zwischen den Punkten vorgibt.
Hier ist es notwendig, von rechts nach links und spiegelverkehrt die Punkte ins Papier zu stanzen.


Die Finger ertasten beim Lesen die Punkte
Schreiben mit der Braillemaschine
Eine weitere Möglichkeit ist das Schreiben mit einer Braillemaschine, wobei über sechs Tasten, die jeweils den Punkten 1, 2, 3 usw. entsprechen, die verschiedenen Schriftzeichen geformt werden.
Das Lesen der Brailleschrift geschieht durch Abtasten der Schriftzeichen durch die Kuppen des Zeigefingers einer Hand oder mehrerer Finger zugleich. Dies bedarf natürlich großer Sensibilität, welche nur durch viel Übung entwickelt werden kann.

Arbeiten am PC mit dem Brailledisplay
Auch im Zeitalter des Computers findet die Brailleschrift ihre Anwendung: Am PC angeschlossene Brailledisplays wandeln Bildschirminhalte in Blindenschrift um und machen diese blinden Computernutzern zugänglich.

Mit Hilfe von Brailledruckern können Texte in Blindenschrift konvertiert und ausgedruckt werden.

Außerdem gibt es elektronische Notizgeräte oder auch Organizer, wobei die Eingabe mittels einer Brailletastatur (wie bei der Braillemaschine) und die Ausgabe mittels eines Brailledisplays erfolgen.

Buchtipp: "Meine Augen Mein Leben" von Barbara Pramstrahler

Der Umschlag des Buches
Der Umschlag des Buches
Kürzlich hat in Völs unser sehbehindertes Mitglied Barbara Pramstrahler ihr Buch "Meine Augen Mein Leben" vorgestellt. Sie greift darin das Thema "Sehbehinderung" auf und behandelt es anhand ihrer persönlichen Erfahrungen.

Bei unserer Arbeit bemühen wir uns, außer auf die Anliegen und Schwierigkeiten blinder Menschen auf jene der Sehbehinderten hinzuweisen, also jener Personen, die noch über ein Sehvermögen verfügen, das mehr oder weniger stark eingeschränkt ist.

Im Vorwort zum Buch liest man:
Barbara ist eine Frau, die in einem Südtiroler Dorf aufgewachsen ist und lebt. Auf eine verständliche und auch humorvolle Weise schildert sie, wie sie gelernt hat, mit ihrem geringen Sehvermögen umzugehen. Durch die liebevolle Unterstützung ihrer Famile, ihrer Freunde und aller Personen, denen sie bis heute begegnet ist, kann sie selbstständig leben und arbeiten und ist nur auf wenige spezifische Hilfsmittel und Sehhilfen angewiesen.
Barbara Pramstrahler
Barbara Pramstrahler
Gerade weil sie "weder Fisch noch Fleisch" ist, d.h. weder blind noch perfekt sehend, lebt sie in einer grauen Zone und wird nicht leicht als Mensch mit Sehbeeinträchtigung erkannt. Barbara spricht von ihrer Schwäche und wann sie an ihre Grenzen stößt. Sie zeigt auf, dass man die schönen Seiten des Lebens trotz vieler Hindernisse genießen kann. Sie hat es verstanden, ihre kreative Ader zu nutzen, die sehr früh gefördert wurde. Vor allem Singen, Schreiben und Zeichnen haben ihre positive Einstellung zu ihren Augen, zu sich selbst geprägt. "Was siehst du oder was kannst du nicht erkennen?" wird sie oft gefragt. Hier versucht sie, auch das - aus ihrer Sicht - zu erklären. Man erfährt, wie vielfältig ihr Leben ist und was sie daraus macht.
Sie möchte nicht nur den Sehgeschädigten Mut machen, trotz allem das Leben zu genießen und die kreative Ader in sich zu finden. Jeder der Lust hat, dieses Abenteuer mit Licht und Schatten an sich heran zu lassen, ist eingeladen, eine von so verschiedenen Geschichten sehgeschädigter Menschen auf sich wirken zu lassen.

"Meine Augen Mein Leben" ist ab sofort in unserem Büro oder im Buchhandel erhältlich.


Langlaufwoche 2008 der Blinden- und Sehbehindertenamateursport- gruppe Bozen

Drei sehgeschädigte Langläuferinnen mit einer Begleitung
Eine Gruppe von 4 Langläufern gleitet in ziemlich großer Geschwindigkeit über die Loipen, wobei drei davon hintereinander in der Spur fahren und der vierte daneben her. Sie treffen auf eine weitere Gruppe Langläufern. Offensichtlich handelt es sich um Anfänger, welche vom Skilehrer, der dabei steht, in der klassischen Langlauftechnik unterrichtet werden. Auf Zurufen hin wechselt die erste Gruppe die Spur und zieht an den Anfängern vorbei, nicht ohne sich gegenseitig mit großem Hallo zu begrüßen. Alle tragen an Brust und Rücken Abzeichen mit drei schwarzen Punkten auf gelbem Grund.
Dies ist das Bild, das sich vom 13. bis 20.01.2008 im Gsiesertal bot, als die Blinden- und Sehbehinderten- Amateursportgruppe Bozen dort ihre 27. Langlaufwoche durchführte. Die Teilnehmer am Langlaufkurs im Alter zwischen 9 und über 80 Jahren waren je nach Können und sportlicher Form in verschiedene Gruppen eingeteilt und unternahmen, geführt von eigens ausgebildeten Begleitern, täglich vormittags und nachmittags ihre Touren bzw. erlernten und verbesserten die Technik. Wer sich nicht für den nordischen Skilauf begeistern konnte verbrachte die Zeit mit Schneeschuhwandern oder Spazierengehen. Abends trafen sich die insgesamt 45 Teilnehmer aus Südtirol, dem restlichen Italien sowie aus Deutschland in ihrer Unterkunft, dem Hotel Waldruhe, in der Sauna oder im Schwimmbad, beim Essen, das ausgezeichnet schmeckte, oder beim geselligen Beisammensein in der Bar.
Ein großes Dankeschön seitens der Blinden- und Sehbehindertensportgruppe geht an den technischen Leiter und Skilehrer Hermann Taferner und an die Begleiter für ihren selbstlosen und ehrenamtlichen Einsatz, an die Landesgruppe Südtirol des Italienischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes Onlus und an die Südtiroler Volksbank für die finanzielle Unterstützung sowie an den Tourismusverein Gsiesertal für das großzügige Entgegenkommen bei der Präparierung und Benutzung der Loipen. Sie alle haben zum guten Gelingen beigetragen und es ermöglicht, dass die blinden oder sehbehinderten Langläufer eine Woche lang diesen wunderbaren Wintersport ausüben konnten.

Zwei Teilnehmer beim Langlaufen
Die wunderbar verschneite Landschaft
Einige Teilnehmer stapfen durch den Schnee