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Italienischer Blinden- und Sehbehindertenverband Onlus Landesgruppe Südtirol

Wer gilt als sehgeschädigt

Die Dienste und Angebote des Verbandes können blinde und sehbehinderte Menschen aller Alterstufen in Anspruch nehmen.

Laut Gesetz werden Sehschädigungen, also jeweils eine der angeführten Einschränkungen, erhoben am besseren Auge und mit bestmöglicher Korrektur, wie folgt eingeteilt:

vollblind:

a) vollständiges Fehlen des Sehvermögens
b) bloße Wahrnehmung von Licht und Schatten oder der Bewegung der Hand
c) binokulares Gesichtsfeld von weniger als 3%

teilblind:

a) Sehvermögen von höchstens 1/20
b) binokulares Gesichtsfeld von weniger als 10%

hochgradig sehbehindert:

a) Sehvermögen von höchstens 1/10
b) binokulares Gesichtsfeld von weniger als 30%

mittelschwer sehbehindert:

a) Sehvermögen von höchstens 2/10
b) binokulares Gesichtsfeld von weniger als 50%

leicht sehbehindert:

a) Sehvermögen von höchstens 3/10
b) binokulares Gesichtsfeld von weniger als 60%



Nachweis der Sehschädigung und Anerkennung der Zivilblindheit bzw. Zivilinvalidität

Damit der Verband gezielt beraten kann, ist ein augenärztliches Zeugnis notwendig um das Sehvermögen zu kennen. Ein solches Zeugnis, das allerdings nicht älter sein darf als 6 Monate, ist weiters notwendig um mit Hilfe des Verbandes ein Gesuch an die Ärztekommission zur Anerkennung der Zivilblindheit bzw. -invalidität zu stellen. Diese Anerkennung ist häufig Voraussetzung für die Inanspruchnahme verschiedener Leistungen.

Wer noch kein dementsprechendes Zeugnis hat, kann beim Verband einen eigens dafür vorgesehenen Vordruck erhalten, der vom Augenarzt auszufüllen ist.