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Tätigkeits- und Finanzbericht der Landesgruppe Südtirol des Italienischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes ONLUS für das Jahr 2006

Liebe Freunde!

Die Jahreshauptversammlung ist wie immer Anlass für den Vorstand, die Mitglieder durch den Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr 2006 zu informieren.
Zunächst möchten wir namentlich an unser Vorstandsmitglied Karl Schmuck erinnern. Sein Tod, im Dezember 2006, bedeutet für den Verband einen schmerzlichen Verlust; er hat eine große Lücke hinterlassen. Wir haben mit Karl nicht nur einen verlässlichen Mitarbeiter, sondern auch einen guten Freund verloren, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Mit ihm gedenken wir auch der 40 Mitglieder, die im Laufe des Jahres verstorben sind.
Schwerpunkt war in diesem Jahr vor allem die ordentliche Verbandstätigkeit, die stets auf die Anliegen und Bedürfnisse der Blinden und Sehbehinderten in Südtirol ausgerichtet ist. Nochmals erwähnen möchten wir das endgültige In-Kraft-Treten des neuen Verbandsstatutes im Herbst. Damit wurde der Verband in „Italienischer Blinden- und Sehbehindertenverband“ umbenannt, die Möglichkeit zur Einschreibung als effektives Mitglied auf Sehbehinderte mit einem Sehrest bis zu 2/10 erweitert und die Sektionen Trient und Bozen wurden den Regionen gleichgestellt und sind nunmehr mit Sitz und Stimme im Nationalvorstand des Verbandes vertreten.
Dem Präsidium unserer Landesgruppe gehören Josef Stockner als Präsident, Cristiana Cattoi Colombi als Vizepräsidentin und Alfred Unterhofer als delegiertes Vorstandsmitglied an. Weitere Vorstandsmitglieder sind Cinzia Bancaro, Nikolaus Fischnaller, Peter Innerhofer, Bellino Masiero, Elisabeth Mayr Seebacher und Riccardo Tomasini. Letzterer rückte als erster Nichtgewählter nach dem Ableben von Karl Schmuck als effektives Vorstandsmitglied nach.
Von unserer Landesgruppe werden etwa 900 Sehgeschädigte, rund 220 Vollblinde, 520 Teilblinde und 160 hochgradig Sehbehinderte betreut. Davon sind rund 640 eingeschriebene Mitglieder. Im vergangenen Jahr gab es 55 Neueinschreibungen.
Nach diesen allgemeinen Informationen wenden wir uns nun den einzelnen Tätigkeitsbereichen zu.

1. Verbandsorgane

Im Laufe des Jahres 2006 traf sich der Vorstand zu fünf Sitzungen. Das Präsidium kam öfters zusammen, um dringende Beschlüsse zu fassen. Die Vorstandsmitglieder befassten sich mit der laufenden Verbandstätigkeit, vor allem aber mit den anfallenden Anliegen und Bedürfnissen Sehgeschädigter. Sie vertraten den Verband bei Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, wie: „Einführung der Pflegesicherung in Südtirol“, „Soziales kommunizieren“, oder „Die Arbeitseingliederung Sehgeschädigter im Zeichen der technologischen Fortschritte“. Stockner nahm am 18.03. und am 18.11. in Tirrenia an den Sitzungen des Nationalvorstandes des Verbandes sowie am 21.10. in Como an einer Zusammenkunft der Regionalpräsidenten teil. An der Versammlung der Führungskreise des Verbandes am 06.05. in Fiuggi nahm das Vorstandsmitglied Bellino Masiero teil.
Josef Stockner vertritt weiterhin den Verband im Landesbeirat für Soziales in der Sektion für Behindertenarbeit. Einige Vorstandsmitglieder bzw. Eingeschriebene unseres Verbandes arbeiten in den Sprengelbeiräten mit, Nikolaus Fischnaller im Seniorenbeirat. Besonders wichtig bleibt jedoch der direkte Kontakt zu den Betroffenen.
Die beiden Jahreshauptversammlungen sowie die traditionelle vorweihnachtliche Feier waren für viele Mitglieder und Freunde unserer Landesgruppe wie immer ein beliebter Treffpunkt.

2. Personal und Tätigkeit im Verbandsbüro

Die Arbeit im Verbandsbüro wurde von den drei Angestellten durchgeführt. Erst Ende des Jahres ist es wieder gelungen, das Team durch eine Freiwillige des Nationalen Zivildienstes zu ergänzen. Seit Anfang Dezember leistet diese den einjährigen Dienst, für den 30 Wochenstunden vorgesehen sind. Sie erledigt Botengänge, ist den Mitarbeitern bei Büroarbeiten sowie beim Vorlesen behilflich und steht bei Bedarf auch den Mitgliedern als Begleitperson zur Verfügung.
Im Laufe des Jahres nahmen die Mitarbeiterinnen an einer Schulung teil, welche das Aktualisieren der Internetseite zum Inhalt hatte, sowie an einer Weiterbildung für hauptamtliche Freiwilligenbegleiterinnen.
Die Anbindung des Verbandssitzes an das Internet sowie die Netzwerkverbindung der einzelnen Computerarbeitsplätze untereinander wurden neu organisiert und mit einem Server zur zentralen Verarbeitung der Daten ergänzt.
Wie in den vergangenen Jahren arbeitete die Landesgruppe eng mit der Sektion Trient und mit dem Hauptsitz in Rom zusammen.

3. Renten und Patronatsarbeit

Im Jahre 2006 wurden 97 Visiten von der Landesärztekommission für die Anerkennung der Zivilblindheit vorgenommen, einige Revisionsvisiten inbegriffen. Die Wirtschaftskommission behandelte 86 Anträge zur Berechtigung für den Erhalt finanzieller Leistungen. Als Interessensverband sind wir Mitglied jener Kommission, in der wir die Anliegen der Sehgeschädigten direkt vertreten können. Wir verfolgten die Abwicklung der Ansuchen bis zu deren Abschluss. Außerdem ist der Verband auch bei der Abwicklung anderer sozialrechtlicher und bürokratischer Verfahren behilflich.
Wie wichtig die Interessensvertretung trotz bestehender Gesetze sein kann, soll am Beispiel eines Mitgliedes aufgezeigt werden, welchem bei einem Aufenthalt in Ascoli Piceno in den Marken eine ungerechtfertigte Geldstrafe wegen Falschparkens verhängt wurde. Gegen den Strafbescheid wurde Rekurs eingereicht. Diesem wurde bei der Verhandlung vor dem Friedensrichter, an welcher in Vertretung unseres Mitgliedes ein Funktionär der dortigen Sektion des Blinden- und Sehbehindertenverbandes teilnahm, statt gegeben und somit dem Gesetz Genüge getan.
So kurz dieser Abschnitt des Berichtes auch scheinen mag, so möchten wir gerade damit auf die so wichtige Interessensvertretung durch den Verband hinweisen, hinter welcher sich sehr viel Kleinarbeit verbirgt.

4. Berufsausbildung und Arbeitseingliederung

Es ist eine wichtige Aufgabe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, die Berufsausbildung von Sehgeschädigten zu verfolgen, sich um die entsprechende Arbeitseingliederung zu kümmern und sich für die korrekte Anwendung der gesetzlichen Maßnahmen zur Arbeitsausübung einzusetzen. Nach mehreren Ansuchen, Aussprachen und Nachfragen ist es gelungen, für einen knapp 40jährigen, erst seit wenigen Jahren sehbehinderten Mann, eine Anstellung als Telefonist im Krankenhaus in Bozen zu erlangen. Einer sehbehinderten Oberschülerin wurde die Möglichkeit gegeben, im Verbandssitz ein Praktikum zu absolvieren. Wir hoffen damit, einen Beitrag für eine künftige Berufsorientierung der Betroffenen geleistet zu haben.
Am 10.10. hielten die Physiotherapeuten ihre Landesversammlung ab. Bellino Masiero bzw. Franz Gatscher und Riccardo Tomasini nahmen in Rom und Tirrenia an den drei Nationalversammlungen der Physiotherapeuten teil, während Peter Innerhofer in Rom an jener der Telefonisten teilnahm.

5. Schule, Ausbildung und Elternarbeit

Der Bereich Schule und Ausbildung hat große Bedeutung, weil davon ja die Zukunftsperspektiven unserer sehgeschädigten Jugendlichen abhängen. Der Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenverband beschäftigt sich zwar nicht direkt mit der Beratungstätigkeit für Familie und Schule, verfolgt und unterstützt aber die Arbeit der Frühförderung und Schulberatung für sehgeschädigte Kinder und Jugendliche als Mitglied in den Teambesprechungen, die regelmäßig im Blindenzentrum stattfinden. Diese Dienste werden vom Blindenzentrum „St. Raphael“ angeboten und organisiert. Ebenso wichtig ist die Elternarbeit, welche von der Elterninitiative sehgeschädigter Kinder „ELISE“ geleistet wird. Hier arbeiten Eltern, die Rehadienste des Blindenzentrums sowie der Blinden- und Sehbehindertenverband zwecks Erfassung, Information und Förderung zusammen. Bei einer Elterntagung in Perugia, an welcher vom 21. bis 23.09. die Koordinatorin der ELISE Ulrica Kostner teilnahm, wurden die familiären und sozialen Beziehungen sehgeschädigter Kinder und Jugendlicher beleuchtet.
Die vorgesehene Ferien- und Erlebniswoche für Kinder konnte wegen zu geringer Teilnehmerzahl leider nicht durchgeführt werden. Da es aber wichtig und sinnvoll erscheint, dass die in den Regelschulen integrierten sehgeschädigten Kinder untereinander in Kontakt kommen können, wird an dieser Initiative festgehalten und die Durchführung einer solchen Woche für dieses Jahr wieder geplant.

6. Rehabilitation und Hilfsmittel

Auch in diesem Bereich arbeiten wir eng mit den Rehabilitationsdiensten des Blindenzentrums „St. Raphael“ zusammen. Gemeinsam wurden fünf Hilfsmittelausstellungen in den verschiedenen Bezirken des Landes durchgeführt. Eine Mitarbeiterin des Verbandes stand jeweils für die Beratung bezüglich Finanzierungsmöglichkeiten bei der Anschaffung von elektronischen Hilfsmitteln zur Verfügung und konnte als Betroffene auch eigene Erfahrungen einbringen. Auskünfte über Blindenrenten und andere sozialrechtliche Belange gehörten natürlich auch dazu.
In diesem Jahr gab der Verband für den Ankauf von verschiedenen Hilfsmitteln zum Vorzeigen und Ausprobieren 12.435,21 Euro aus, weiters beteiligte er sich mit 627,14 Euro an den Kosten für das Rehabüro. Besonders zahlreich waren die Gesuche seitens der Mitglieder, welche über den Verband bei den Sanitätsbetrieben eingereicht wurden, um Gewährung von Beiträgen für den Kauf von Hilfsmitteln.

Wir sind bei der bürokratischen Abwicklung der Ansuchen behilflich und stehen dazu mit den verschreibenden Augenärzten, den Lieferfirmen sowie den zuständigen Ämtern in Kontakt. Bei der Anschaffung von elektronischen Geräten, die meist sehr kostspielig, aber für Sehgeschädigte unbedingt notwendig sind, konnten wir Zuschüsse in Höhe von 725,00 Euro gewähren, um einen Teil jener Kosten zu decken, die von der öffentlichen Hand nicht getragen werden.

7. Öffentlichkeitsarbeit und Abbau von architektonischen Barrieren

Der Blinden- und Sehbehindertenverband nimmt immer wieder Gelegenheiten wahr, um die Öffentlichkeit auf die Bedürfnisse Sehgeschädigter aufmerksam zu machen. Dazu gehört das Auftreten in den Medien; weiters nahmen unsere Vertreter an Informationsveranstaltungen in Schulen teil. Anlässlich eines verkaufsoffenen Sommerabends im Bozner Stadtteil Oberau wurde ein Informationsstand eingerichtet.
Das Informationsheft über die Tätigkeiten des Verbandes und über die Begünstigungen für Blinde und Sehbehinderte wurde überarbeitet und neu gedruckt. Es wurde dann allen Mitgliedern zugeschickt, bzw. wird laufend neu erfassten Blinden und Sehbehinderten ausgehändigt. Weiters wurde ein Faltblatt über den Verband ausgearbeitet und gedruckt.
Die Übersetzung des Buches unseres Vorstandsmitgliedes Nikolaus Fischnaller ins Italienische erfuhr ebenso wie die deutschsprachige Fassung ein reges Medienecho. Das Buch mit dem Titel „Vedere con gli occhi dell'anima - vivere con le immagini di una luce perduta" vermittelt viele Hinweise, um sehgeschädigte Menschen besser zu verstehen und um einen unbefangeneren Umgang zwischen Sehenden und Sehgeschädigten zu erleichtern.
Der Blinden- und Sehbehindertenverband bemühte sich im letzten Jahr verstärkt, die Behörden auf verschiedene Schwierigkeiten bei der Mobilität aufmerksam zu machen. Es gab mehrere Aussprachen mit den zuständigen Stadträten der Gemeinde Bozen. Auch zu anderen Gemeinden Südtirols, zu den Vertretern der städtischen Autobusgesellschaft SASA, sowie zu den Landesbehörden waren Kontakte immer wieder erforderlich. Leider kann nach wie vor nicht von größeren Erfolgen in diesem Bereich berichtet werden, sondern nur von einzelnen, kleinen Verbesserungen. So konnte im Eingangsbereich des Rathauses von Bozen ein taktiles Leitsystem angebracht werden. Da dies in Zusammenarbeit mit unserem Verband erfolgte, konnte eine angemessene und funktionelle Verwirklichung des Projektes erzielt werden. Die Autobusgesellschaft SASA hingegen hat versprochen, bis Mai 2007 die akustische Ansage der Liniennummer, welche auf den Autobussen von vier Linien in Bozen eingebaut ist und über einen externen Lautsprecher beim Anhalten des Busses ertönt, so einzurichten, dass der Dienst nicht mehr von den Chauffeuren aktiviert werden muss, was bisher öfters zum Ausfall der Ansage führte. Die bereits seit langem angestrebte Ansage der nächsten Haltestelle im Inneren der Verkehrsmittel konnte leider auch im letzten Jahr nicht erreicht werden; dies trotz vielversprechender Zusagen seitens des zuständigen Landesassessorates.

8. Freizeitangebote und kulturelle Tätigkeiten

Ein sehr wichtiger Bereich im Programm unseres Verbandes ist die Organisation der beliebten Freizeitangebote und kulturellen Tätigkeiten. Am Meeraufenthalt vom 19.06. bis 01.07. im blindengerecht ausgestatteten Ferienzentrum in Tirrenia in der Provinz Pisa nahmen 45 Blinde oder Sehbehinderte sowie deren Familienangehörige und Begleiter teil. 26 Personen zog es hingegen in die Berge, diesmal vom 10. bis 16.09. nach Ratschings, wo die Bergwanderwoche durchgeführt wurde. Ein hör- und sehgeschädigtes Mitglied wurde vom Verband durch die Übernahme der Ausgaben für den Begleiter unterstützt, um ihm einen Ferienaufenthalt mit auf die doppelte Sinnesbehinderung abgestimmten Rahmenbedingungen zu ermöglichen. So konnte er an einer Internationalen Begegnungs- und Freizeitwoche vom 03. bis 10.09. in Wien teilnehmen.
Der Tagesausflug der Mitglieder führte 107 Personen aus ganz Südtirol am 23.09. zum Gardasee. In Malcesine wurde das Schloss besichtigt und anschließend am Seeufer zu Mittag gegessen. Es folgte die Überfahrt mit der Fähre nach Riva del Garda, wo ein kurzer Aufenthalt bei den Wasserfällen von Varone das Tagesprogramm abschloss.
Für die Durchführung der verschiedenen Initiativen entstanden Ausgaben von 40.558,68 Euro.
Der Blinden- und Sehbehindertenverband fördert auch verschiedene sportliche Aktivitäten für Sehgeschädigte. So wurde die Blinden- und Sehbehinderten-Amateursportgruppe tatkräftig von unserem Büro unterstützt, sowohl durch das Erledigen des Schriftverkehrs, das Abfassen der Beitragsgesuche, das Organisieren von Veranstaltungen als auch durch die Gewährung eines finanziellen Beitrages in Höhe von 2.350,00 Euro.

9. Finanzierungen

Zur Sicherstellung der notwendigen finanziellen Mittel wandte sich der Verband in erster Linie an das Land Südtirol, welches uns immer mit einem großzügigen Beitrag unterstützt hat. Erwähnt seien auch die Beiträge der Gemeinde Bozen und anderer Gemeinden sowie jene privater Organisationen.
Die Verteilung der Hauskalender wurde wieder durchgeführt, diese Aktion brachte einen Reinerlös von Euro 8.652,90. Besonders wertvoll sind die Spenden unserer Mitglieder, da sie nicht nur eine finanzielle Unterstützung darstellen, sondern damit auch die Wertschätzung für unsere Arbeit bekundet wird.
Eine neue Finanzierungsmöglichkeit ist die Zuweisung seitens der Steuerzahler von 5 Promille der Einkommenssteuer an gemeinnützige Vereinigungen. Noch ist kein Ergebnis der Initiative vom Jahr 2006 bekannt, wir haben jedenfalls die Landesgruppe in die Liste der Vereinigungen eingetragen. Somit ist eine Zuweisung genannten Anteils an den Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenverband anlässlich der Abfassung der Steuererklärung, welche in diesen Wochen erfolgen muss, möglich.

10. Zusammenarbeit mit Verbänden und Behörden

Der Blinden- und Sehbehindertenverband ist Mitglied des Dachverbandes der Sozialverbände Südtirols, dem insgesamt 41 Organisationen angehören. Mit dem Vorstandsmitglied Nikolaus Fischnaller sind wir weiterhin im Ausschuss des Dachverbandes vertreten. Er arbeitet außerdem in der Kommission zum Abbau der architektonischen Barrieren und in weiteren Arbeitsgruppen mit.
Viel Zeit und Einsatz bedurfte die Ausarbeitung der Kriterien zur Einrichtung eines Spendenregisters durch eine Arbeitsgruppe des Dachverbandes, in der wir mitarbeiteten. In dieses Register sollen Vereinigungen eingetragen werden können, die ihre Tätigkeit, die Bilanzen und die Verwendung von Spendengeldern offen legen. Das System soll der Verunsicherung bei Spendenwilligen entgegenwirken und somit deren Anzahl erhöhen. Unser Verband ist unter den ersten fünf Vereinigungen, welche kürzlich mit dem Gütesiegel „Sicher Spenden“ zertifiziert worden sind.
Wegen der bevorstehenden Einführung der Pflegesicherung wurde zusammen mit den beiden gesamtstaatlichen Interessensverbänden für Zivilinvaliden und Gehörlose eine Stellungnahme ausgearbeitet und bei einer entsprechenden Informationstagung des Landes präsentiert. Weiters holte der Blinden- und Sehbehindertenverband bei einer Aussprache mit dem Landesabteilungsdirektor für Soziales die Zusicherung ein, dass die neue Maßnahme keine Beschneidungen im Bereich der finanziellen Leistungen für Zivilinvaliden, Zivilblinde und Taubstumme mit sich bringt.
Regelmäßige Kontakte gab es zum Blinden- und Sehbehindertenverband in Trient und in Innsbruck. Dazu gehört auch die Teilnahme an Versammlungen und Feiern dieser Organisationen.
Vor Abschluss dieses Berichtes sei den vielen freiwilligen Mitarbeitern und Begleitern für ihren tatkräftigen und selbstlosen Einsatz herzlich gedankt. Für die Abwicklung unserer vielfältigen Tätigkeit genügt nämlich nicht nur der Einsatz von Vorstandsmitgliedern und Angestellten, sondern es bedarf der Hilfe und Unterstützung vieler. Unerlässlich ist natürlich die Solidarität der Blinden und Sehbehinderten selbst, um die Arbeit im Interesse der Betroffenen fortführen zu können, ihre Interessen zu schützen und immer wieder auf neue Bedürfnisse eingehen zu können.

Für den Vorstand

DER VORSITZENDE
Cav. Josef Stockner

Bozen, den 21. April 2007